Katharina clickert mit ihren beiden Katzen und betreibt dazu den YouTube-Channel „rein getigert“ auf dem sie zeigt wie sie das Clickertraining mit ihren Stubentigern gestaltet. Sie hat sich Zeit für ein Interview mit uns genommen:

Wie bist du zum Clickertraining mit Katzen gekommen? Seit wann clickerst du?
Ich hatte mit Arbeitskolleginnen eines Tages darüber gescherzt, dass es doch genial wäre, wenn wir unseren Katzen „High-Five“ beibringen könnten. Irgendwie hat mich die Idee dann nicht mehr los gelassen und ich habe es einfach Mal versucht – mit Erfolg.
Das war im Oktober 2014 – also vor genau einem Jahr – und seither clickern wir nun regelmäßig.

Auf deinem YouTube-Channel rein getigert zeigst du Schritt für Schritt wie man sich dem Clickertraining nähern kann. Wie lange hat es gedauert bis du erste Erfolge hattest?
Als wir letztes Jahr mit dem Training zu unserem ersten Trick begonnen haben, wusste ich noch gar nicht, dass es Clickertraining überhaupt gibt. Dementsprechend hat es relativ lange gedauert – mehrere Wochen genauer gesagt – bis das High-Five geklappt hat. Erst anschließend habe ich mich intensiv in das Thema Clickertraining eingelesen – seither läuft das Training wesentlich effizienter ab. Grundsätzlich kann es je nach Schwierigkeitsgrad des Tricks von wenigen Minuten bis zu mehreren Wochen dauern bis Bärbel und Lotte einen neuen Trick gelernt haben.

Wie hältst du deine Katzen bei Laune?
Ich versuche in allen Trainings zu neuen Tricks immer mit einer hohen Belohnungsfrequenz zu clickern: Das heißt ich baue Übungen so auf, dass Bärbel und Lotte möglichst viele Clicks innerhalb einer Minute erhalten – so bleiben meine zwei ungeduldigen Fellknäuel während des Trainings motiviert. Ich variiere auch gerne bei der Belohnung und gebe zwischendurch immer wieder Mal Leckerli-„Jackpots“.
Als wir mit dem Clickertraining begonnen haben, war außerdem besonders wichtig, dass die Trainingseinheiten nicht länger als ca. zwei Minuten gedauert haben – danach war es nämlich vorbei mit der Konzentration. Mittlerweile schaffe ich mit Bärbel aber bereits 10 Minuten Training in einem Stück ohne dass sie ungeduldig wird oder die Lust verliert.

Ich konnte bei meiner Wohnungskatze beobachten, dass sie deutlich aufmerksamer und agiler geworden ist. Siehst du bei deinen Katzen ähnliche Veränderungen im Verhalten?
Ich finde, dass Bärbel und Lotte tatsächlich aufmerksamer geworden sind, seit wir clickern. Außerdem war vor allem Bärbel als Kitten trotz täglichem stundenlangem Spielen sehr unausgelastet – Clickertraining war hier eine gute Möglichkeit um sie zusätzlich zu beschäftigen und zu fordern. Und mit unseren „Clickertrainings für den Alltag“ haben wir es beispielsweise auch geschafft, dass Bärbel nicht mehr die Wände hoch geht, wenn sie den Staubsauger erblickt.

Was würdest du Einsteigern raten? Wo informiert man sich?
Ich habe zu Beginn viele Clickertraining Bücher und Blogs gelesen. Empfehlen kann ich zum Beispiel die Bücher von Birga Dexel, Katja Rüssel, Christine Hauschild oder Dayana Winkler und den Katzen Clickertraining Blog https://katzentraining.wordpress.com. Inspiration für neue Tricks habe ich mir natürlich auf YouTube geholt – auch von so manchem Hunde-Channel.

Mehr zu Katharina unter:

www.youtube.com/reingetigert-tutorials – Clickertraining Tutorials, Cat Hacks & DIY Ideen

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